Uni, Tag 4

Hallo Leute,

da steh ich nun und zähle schon die Tage an der Uni wie in einer schlechten Fernsehserie. Aber lassen wir das...

Während andere sich an lustigen Trierfahrten erfreuen dürfen, verweilen wir - die Vollblut- und Halbblut-Mathematiker (?) - in so genannten Vorbereitungskursen, auch Vorkurse genannt an der Uni Karlsruhe, die einem den Einstieg ins Physik-/Mathestudium erleichtern sollen. Soviel zur Theorie...

Jeden Morgen erscheinen ich um 9.40 (die Physiker um 9.00) in der Vorlesung im Rudolf-Planck-Hörsaal und warte ca. 20 Minunten lang bis Fr. Dettweiler mit ihrem Fahrradhelm  den Raum betritt und anfängt uns die Basis der Mathematik näher zu bringen. Anders kann man das, was wir machen, nicht nennen. Es ist größtenteils einfach gehalten, sodass jeder es verstehen kann. Die Physik meinten schon, als sie unsere Abreitsblätter sahen: "Tja, Mathe studieren ist auch nicht da, was es mal war." Aber es wird bestimmt noch schwer genug, das ist ja nur ein Vorkurs. Wenn ich mir ansehe, was die Physiker machen müssen (das ist wirklich anspruchsvoll), dann leuchten meine Augen. Aber das kommt alles noch bei uns. Wir Mathematiker lassen alles eben langsam und gemütlich angehen.

Um 11.30 sind wir dann jeden Tag fertig, die Übungsblätter für den Nachmittag sind ausgeteilt, wir können gehen. Erster Weg zur Mensa, StudiKarte aufladen und aus 9 Essens-Linien das passende Essen auswählen. Die Verlockung ist groß, jeden Tag die Schnitzel-Bar aufzusuchen, doch das überlass ich dann doch lieber vorerst den männlichen Erstsemestern der Fachschaft Physik, die übrigens ca. um 12.00 zu mir stoßen. Zwischendurch läuft einem dann Robert Schneider über den Weg, der große Geschichten zu seinem Physikstudium, für das er sich im letzten Augenblick noch einschreiben konnte, zu erzählen hat (tzzz...).

Nach dem Essen geht's Campus erkunden. Rechenzentrum, Uni-Bibliothek und schon mal mit Übungen anfangen steht auf dem Programm. Dass man als Mathematiker ab und zu den Physikern auf die Sprünge helfen darf (natürlich was Mathe angeht) ist eine Ehre *verneig*. Wir werden noch viel Spaß haben, nachmittags, vormittags, überhaupt.

Nachmittags dann zur Übung mit Sven, der echt nett ist. Doch manchmal nervt dieses stupide Rumrechnen einfach und man geht einfach, weil man nicht mehr denken kann, so ein Tag war heute (Wir gingen um 15.00). Das Wetter hier: grau in grau, gestern wars schöner, sodass ich noch einen kurzen Stadtbummel anhängen konnte.

Morgen: Tag 5. Und nächste Woche endlich O-Phase, wo wir dann endlich erfahren, wie man in der Mensa bezahlt, wie man Bücher ausleiht, wo man überall hingehen kann usw. (also all' das, was wir in harter Eigenarbeit diese Woche schon herausgefunden haben).

In diesem Sinne: Lustig ist das Studentenleben, faria faria hoh!

9.10.08 20:22
 
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